Pornruedee Boonyapan, genannt Cherry, wurde 1979 in Bangkok geboren und studierte dort Angewandte und Bildende Kunst. Sie beteiligte sich an vielen Gruppenausstellungen und arbeitete als Künstlerische Assistentin. 2007 kam Cherry nach Pforzheim, wo sie das Berufskolleg für Schmuck, Design und Gerät an der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule besucht. Sie gehörte zwischen August 2010 und July 2011 zum Spreeglanzteam und überzeugte die Jury mit blütengleichen Recycling-Colliers und Armschmuck, gefertigt aus den Kunststoffteilen von Tetrapak-Öffnungen.
Cherry Boonyapan
Kamila Chrobok
Kamila wurde 1978 in Polen geboren. Sie studierte Kunstgeschichte an der Jagiellonen Universität und arbeitete anschließend als Kuratorin und Projektmanagerin. In Berlin machte Kamila eine Ausbildung zur Goldschmiedin, die sie 2009 abschloss. Zwischen Oktober 2009 und July 2011 arbeitete Kamila bei Spreeglanz. In ihrer ersten Kollektion bei Spreeglanz beschäftigte sich Kamila mit der Wahrnehmung des Augenblicks. Seine Vergänglichkeit, die Sehnsucht danach, ihn halten zu können und die Gewissheit, dass der Mensch Augenblicke in seiner Erinnerung verewigen kann, sind Motive in ihrer Arbeit. Ein Schmuckstück wie der Ring „My secret book“ sind materialisierte Gedanken oder Gefühle, die bei mir zu tragen ich jeden Tag aufs neue entscheiden kann. Kamilas Kette „Capsular“ spielt zunächst mit dem Motiv der Vergänglichkeit, doch auf die Auflösung der Gelatinekapseln folgt die Überraschung: eine feine Silberkette kommt zum Vorschein. „Ich möchte dazu anregen, die verschiedenen Prozesse, die rund um uns stattfinden, wahrzunehmen.“
Lina Lundberg
Lina, 1979 in Schweden geboren, studierte zunächst Kunstgeschichte, Malerei und Fotografie, bevor sie nach England ging, wo sie am Kent Institute of Art and Design Schmuck- und Accessoiredesign studierte. An der Universität Kalmar machte sie dann ihren Abschluss in Produktdesign mit dem Schwerpunkt Glasdesign. Lina hat einige ihrer Objekte im Rahmen der Mailänder und Stockholmer Möbelmessen ausgestellt. Ihre seit März 2009 bei Spreeglanz entwickelten Schmuckstücke drehen sich um Gegenstände und Materialien des Alltags, sogenannte objets trouvés. In Silber und goldplattiertem Silber galvanoplastisch festgehaltene Teebeutel und auf dem Flohmarkt gefundene, ihren Herkunftsorten nicht mehr zuzuordnende Schlüssel wirken romantisch und verspielt und bereiten konzeptionell schon den Weg zu Linas Entwürfen aus dekonstruierten Fahrradketten. Durch das Zusammenbringen von Perlen mit dem avantgardistischen Stahlelement bekommen die Colliers, Armbänder und Ringe ein zeitgenössisches Flair.
Christopher Scheutz
Christopher wurde 1983 in Schweden geboren. Er besuchte die Kävesta Art School und das Örebro Art College und studierte anschließend Industriedesign an der Mid Sweden University. Seine Schwerpunkte während des Studiums waren Silber- und Holzverarbeitung, japanische Skulptur, Philosophie und Fotografie. Im März 2009 stieß er zu Spreeglanz, wo er sich mit den Worten: “I will work my ass off!“ beworben hatte. In seinen ersten Monaten setzte Christopher sich mit Origami auseinander. Aus den in Papier gefalteten Formen entstanden Koikarpfen und Fledermäuse aus Silber. Danach widmete er sich der Technik des Fotoätzens. So entstanden die filigranen, aus burlesken Motiven bestehenden Fächer und Anhänger in schwarz lackiertem Messing, verknüpft mit Perlen. Christophers Aufenthalt bei Spreeglanz ist inzwischen beendet, er bleibt Spreeglanz aber als freier Mitarbeiter erhalten.
Marta Szafraniec
Marta, geboren 198 in Polen, gehörte zwischen März und September 2009 zum Spreeglanzteam. Sie hatte vorher einige Jahre Design an der Akademie der Künste in Warschau studiert. In ihrer Zeit bei Spreeglanz entwarf Marta eine Reihe von Stücken, die zwischen Schmuck und Bekleidung anzusiedeln sind. Krägen und Manschetten aus Leder, die als Hals- und Armschmuck zu tragen sind, stehen in der Tradition des Dekonstruktivismus.